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Historische Bildergalerie

AlT="Hier wäre eigentlich ein Java-Applet... Sie sind gerade dabei, etwas wirklich großartiges zu verpassen!" und hier waere ein Java-Applet gewesen...


Hier Sehen Sie einige Bilder aus den letzten Tagen des Bergbaus in Fell und Umgebung.

Zur Jahrhundertwende gab es in Deutschland mehrere hundert Schiefergruben.
Heute baut nur noch eine Handvoll Schiefergruben in Deutschland den feinen Tonschiefer ab und verarbeitet ihn zu Dachschiefer. Diese Gruben haben sich zum Schieferfachverband Deutschland zusammengeschlossen.

Informationen über den Schieferfachverband SVD


Sollten einige Wörter in den Texten nicht bekannt sein, folgen hier noch Begriffserklärungen:

1. Austeilen (Zerlegen,Zerteilen):
Die hereingewonnenen mitunter tonnenschweren Blöcke werden untertage durch "Reißen" und "Köpfen" in möglichst große, aber noch transportfähige Blöcke ("Spaltsteine") zerlegt. Bergfeuchter Tonschiefer ist ca. 3-mal so schwer wie Wasser!

2. Hauen / Gewinnen:
Ist eine abbauwürdige Richt angefahren worden, werden in unterirdischen Kammern ("Galerien") die Tonschieferblöcke durch Schrämen (Anbringen von Lösungsschlitzen rund um die Platte) und Abkeilen bzw. durch Abtreiben" (eine sanfte schiebende Sprengung, "Gewinnungsschuß") hereingewonnen. Nach Abbau einer söhligen Kammer wird in die Firste gebaut.

3. Vorrichtung:
Anfahren einer vermuteten oder schon bekannten Lagerstätte ("Richt") im Devonschiefer durch aufwältigen von Suchstollen (Vortrieb etw. 30-40cm pro Tag in zweimänniger Schicht!) Viele Stollen führten nicht zum Erfolg!

4. Zurichten:
Mit Zurichthammer und Haubrücke oder mit der Hebelschere wird die Rohschuppe auf die vorgezeichnete Form zugerichtet. Fertig ist die Dachschieferplatte. Manche Plattenformate (für die "Problemstellen" auf dem Dach) müssen allerdings erst vom Dachdecker zugehauen werden.

5. Spalten:
Mit Holzhammer und Spalteisen (breite, scharfe, hochgeschäftete Meißel) werden die Schieferblöcke ("Köpfe") in ca. 4-6 mm dünne Platten ("Rohschuppen") zerlegt. In jüngerer Zeit waren auch druckluftbetriebene Spalteisen in Gebrauch.