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Geologie
Fledermäuse
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Fledermausschutz im Nosserntal





Bartfledermaus

Fledermäuse

Naturschutz- und Fledermausschutzorganisationen bemühen sich, den Fledermäusen im ehemaligen "Trierer Dachschieferrevier" die Zufluchtsräume und Winterquartiere zu erhalten. Auch das Besucherbergwerk Fell bemüht sich, den Betrieb des Bergwerkes möglichst fledermausfreundlich zu gestalten, wobei wir dabei auf den Fachverstand der Fledermausschutzgruppen angewiesen sind.

Fledermausgitter

Im Zuge der Sondierung für den Standort eines Besucherbergwerkes ließ die Ortsgemeinde Fell anfang der neunziger Jahre zahlreiche verschüttete Grubenbaue (Stollenmündlöcher) wieder freilegen.

Im Rahmen des "Artenschutzprojektes Fledermäuse" des Landesamtes für Umweltschutz ließ der Naturschutzbund Deutschland, Gruppe Ruwertal, in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Fledermausschutz Rheinland-Pfalz die am Weg liegenden Stollen mit einem Schutzgitter für Fledermäuse sichern. Damit wurden sowohl bestehende Siedlungsräume für Fledermäuse erhalten und gesichert, sowie neue geschaffen (Ausgleichsmaßnahmen). "Fledermausgitter" vor den Stollenmundlöchern lassen die Fledermäuse ungehindert durch, und halten unbefugte und leichtsinnige "Stollentouristen" draußen.


Rückzugsraum (Refugium) innerhalb des Besucherbergwerkes

Dreiviertel des Grubengebäudes des Besucherbergwerkes Fell (d.h. die Gesamtheit des Volumens der Stollen, Strecken und Kammern unter Tage) sind für jeglichen Besucherverkehr ebenfalls durch Fledermausschutzgitter abgesperrt.

Diese Grubenbaue bilden für die Fledermäuse ganzjährig ein störungsfreies Refugium. Dort finden im Sommer wie im Winter keine Fahrungen statt.

Wettertür im Bergwerk

Das Besucherbergwerk Fell besteht aus zwei historischen Schieferbergwerken, die in jüngster Zeit durch einen hundert Meter langen Stollen miteinander verbunden worden sind. Durch den Druckunterschied entsteht dadurch ein natürlicher Wetterzug. Fledermäuse mögen im Winterschlaf jedoch keine Zugluft. Um im Winter die Wetterbewegungen (Luftzug) im Besucherbergwerk zu unterbinden, haben wir vor dem Verbindungsstollen eine Wettertür angebracht. Die Wetterbewegung in den Stollen und Strecken wird damit praktisch wider ausgeschlossen und auch während einer winterlichen Befahrung auf ein Minimum reduziert.


Großer Abendsegler

Angepaßte Öffnungszeiten

In den Wintermonaten suchen die Fledermäuse gerne Stollen auf, um dort zu überwintern. In den Schieferstollen des Nosserntales herrschen Sommer wie Winter konstant ca. 10 ° C. Hier finden die Fledermäuse ideale Bedingungen für ihren Winterschlaf.

Die regulären Öffnungszeiten des Besucherbergwerkes wurden an den Biorhythmus der Fledermäuse angepasst und auf die Monate April bis November beschränkt. Die regelmäßigen Führungen im November veranlassen die Fledermäuse, sich in die hinteren Bereiche des Bergwerks zurückzuziehen."

In den Wintermonaten (Winterschlaf) werden die Führungen im Bergwerk drastisch reduziert.

Fledermauszählungen

Fledermauszählungen werden in den Feller Stollen regelmäßig durchgeführt, um Informationen über die Entwicklung des Fledermausbestandes zu erhalten.

Auch im Besucherbergwerk Fell werden regelmäßig Fledermauszählungen durchgeführt. Einige Fledermäuse überwintern im Besucherbergwerk und halten sich dort gelegentlich auch im Sommer auf. Die Fledermäuse sind nachtaktiv, d.h. sie jagen nachts Insekten, die Sie mit Echolot orten. Tagsüber verharren sie meist in ihren "Verstecken".

Haldenbiotope

Die durch Haldenverwertung zurückgebauten Halden im Nosserntal sind teilweise inzwischen Lebensraum für eine einzigartige Flora und Fauna. Insbesondere Eidechsen tummeln sich im Sommer in großer Population in den Halden und stellenweise findet man seltene Pflanzen. Die nach Süden zur Sonneneinstrahlung hin exponierten trockenen Halden werden von meist dickblättrigen thermophilen Pflanzen und Tieren besiedelt, während wir auf den gegenüber im Schatten liegenden feuchteren Halden z.T. seltene Farne finden können.


Mausohr

Fledermäuse brauchen unsere Hilfe

von Manfred Weishaar

Alle Fledermäuse gelten als vom Aussterben bedroht; sie brauchen daher unsere Hilfe zum Überleben. Der Arbeitskreis Fledermausschutz Rheinland-Pfalz informiert die Öffentlichkeit über die Problematik des Fledermausschutzes und setzt in Zusammenarbeit mit den zuständigen Naturschutzbehörden Schutzmaßnahmen um. Damit wir wirkungsvoll arbeiten können, benötigen wir auch Ihre Mithilfe. Bitte melden Sie uns Probleme mit Fledermäusen.

Wenn Sie Vorkommen von Fledermäusen in Häusern, Bäumen oder unterirdischen Hohlräumen kennen, so ist diese Information für uns äußerst hilfreich. insbesondere wenn hier Veränderungen anstehen. Sollten Sie verletzte, erschöpfte oder verirrte Fledermäuse finden, so informieren Sie den Arbeitskreis, denn diese Tiere benötigen fachmännische Hilfe.

Arbeitskreis Fledermausschutz/Regierungsbezirk Trier

Manfred Weishaar, Im Hainbruch 3, 54317 Gusterath, Tel. 06588/95115

Arbeitskreis Fledermausschutz/Regierungsbezirk Koblenz

Andreas Kiefer, Frauenlobstr. 93a, 55118 Mainz, Tel. 06131/638942

Arbeitskreis Fledermausschutz/Regierungsbezirk Rheinhessen-Pfalz:

Hans König, Theodor-Heuss-Str. 37, 67292 Kirchheimbolanden, Tel. 06352/789972

Links zu den verschiedenen Fledermaus-Homepages

Fledermausgruppen Deutschland

Fledermäuse und Fledermausschutz von Rudolf Kreuzer (Großostheim)

http://www.fledermausschutz-rlp.de/

Eine alte Brücke als Fledermaushotel - Homepage von Karl Kugelschafter