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Gräflich von Kesselstatt'sche Betonsteinfabrik
8.Eidechsenhalden (Haldenbiotope). Der  Ausbruch  beim  Stollenvortrieb sowie ins- besondere die Abfälle beim Spalten und Zurichten durch mehrere übereinanderliegende Bergwerke formte diese einzigartige terrassenförmige Haldenlandschaft. Höhergelegene Halden überlagern  tieferliegende Halden  und gefährdeten zuweilen die untenliegenden Stollenmünder. 

Dachschieferprasshalden bilden für die wärmeliebenden (unter Naturschutz stehenden!) Eidechsen  ideale Siedlungsbedingungen. Die  meisten Halden im Noßerntal sind daher inzwischen von Eidechsen besiedelt. An sonnigen Tagen kann man die in großer Population vorhandenen  Eidechsen  beobachten, wie  sie raschelnd  und knisternd über  die  Halden springen. Die Halden sollten daher nicht betreten werden! 

Auf dem Talgrund sieht man das Gelände der ehemaligen Reichsgräflich von Kesselstatt'schen Betonsteinfabrik. Obiges Bild zeigt Die Kesselstatt'sche "Betonsteinfabrik" in den fünfziger Jahren (ca. 1955).

In der sog. "Betonfabrik" wurden die Halden in einer Prallmühle zu Schiefersplitt gemahlen, mit Zement gemischt und zu Kellersteinen verarbeitet. Nach dem Rückbau der Halden musste zur Versorgung der Betonsteinfabrik Schiefer im Steinbruch "Thommerberg" gebrochen werden. Der Schiefer wurde über einen "Bremsberg" vom Thommerberg in die Betonsteinfabrik befördert.

In den letzten Jahren der Kellersteinfabrikation wurde schließlich anstelle von Schiefer künstlich hergestellter Blähton verwendet, ein leichtgewichtiges poröses Tongranulat.

Die Anfang der 50-er Jahre errichtete Steinfabrik wurde schließlich im Sommer 1999 niedergelegt.
Das Gelände im heutigen Zustand (2004).
Die "Betonsteinfabrik" im Abriss, Juli 1999.