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Hofgrube und Vogelsberg
12. Hofgrube. "Hofgrube ist die jüngste Dachschiefergrube im Nosserntal. Sie wurde mit großem bergmännischem Sachverstand angefahren und die im untertägigen Grubengebäude errichteten Trockenmauern sind ebenso wie auch der Abwurfschacht in tadellosem Zustand. Auch in dieser Grube ist ein regelrechter Rundgang in den letzten vier Abbaukammern möglich. Die zum Teil sehr hoch reichenden Firstbauten sind über sauber verlegte Schiefertreppen zu erreichen.
Die Grube liegt in einer Höhe von 350 m ü.N.N.. Von der Prasshalde aus hat man einen sehr weitreichenden Blick über das bewaldete Nosserntal sowie auf die gegenüberliegende Silhouette des ehemaligen Bergbauortes Thomm.



13. Schiefersteinbruch Vogelsberg. "Der Schiefersteinbruch Vogelsberg diente im Gegensatz zu den Feller Dachschieferbergwerken als offener Tagebau, in dem Material zum Bau von Mauern gewonnen wurde. Die Volumenmasse, die in dem etwa 60 m hohen und 100 m tiefen stufenförmig angelegten Bruch insgesamt gewonnen wurde, dürfte ausreichen, um eine rund 200 km lange Weinbergsmauer zu errichten!

Während hochwertiger Dachschiefer nach seiner unterirdischen Gewinnung noch "bergfeucht" gespalten und bearbeitet werden muß, ist eine Gewinnung von groben Bruchstücken zur Verwendung von Mauerungsmaterial ohne weiteres in offenen Tagebauen möglich, da die Spaltung in dünne Platten entfällt. Auch die Art der Gewinnung ist eine grundlegend andere, als in den Gruben untertage: In den Bergwerken wurde zur Ablösung des Schiefers aus seiner Lagerstätte erstlinig loses Schwarzpulver verwendet, da dieses bei einer mittleren Detonationsgeschwindigkeit von nur etwa 300 m/sec eine eher schiebende Wirkung hat und somit ein gesteinsschonendes Sprengen ermöglicht. Dahin- gegen wird in offenen Steinbrüchen bei der Gewinnung von gröberem Gesteinsmaterial mit brisanten Sprengstoffen gearbeitet ("geschossen"), die Detonationsgeschwindigkei- ten von 2000 m/sec und mehr aufweisen. In den heimischen Tagebauen kam meistens Donarit oder Ammon- Gelit zur Anwendung.

Mit den Steinen aus diesem Steinbruch wurden zahlreiche Häuser und insbesondere Weinbergmauern in der weiten Umgebung errichtet."

Der Steinbruch "Vogelsberg" ist neben dem Steinbruch "Thommerberg" einer der größten Steinbrüche der Region. (Siehe auch Bilderseite zum Vogelsberg unter dem Menupunkt "Bergwerk über Tage".)

In den Aufschlüssen (besonders im linken Teil) sind sehr deutliche Faltungsstrukturen sichtbar. Devonschiefer ist aufgefaltetes semimetamorphes Sedimentgestein. Von der Halde aus herrlicher Blick über das Nosserntal.