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Obere Grube Schürzig, Margarethenbrunnen
17. Obere Grube Schürzig:
"Der Schieferbergbau auf diesem Konzessionsfeld ist anhand der über der Grube liegenden Scheuergrube bis etwa 1808 nachweisbar. Das Bergwerk Schürzig wurde jedoch gezielt aufgefahren, um die tiefer rechts im Berg befindliche Lagerstätte des Nachbarbergwerkes Eichbaum anzutreffen, da dessen Betreiber aufgrund der Markscheidegrenze nur bis zu einem bestimmten Punkt abbauen durften.

Um dieses Lager - eines der ergiebigsten des Nosserntales - erreichen zu können, wurde der relativ lange Hauptstollen zügig vorgetrieben und ab etwa 1915 konnte das Bergwerk hochwertige Dachschiefer liefern. In der Blütezeit der Grube bis etwa Anfang der 50-er Jahre waren zeitweise bis zu 40 Bergleute beschäftigt. Unter der Arbeitsgemeinschaft Prümm-Sebastiani-Müller entstand in der zweiten Betriebsphase eine Tiefbausohle, die durch einen Schrägstollen zu erreichen ist. In einer der beiden Abbaukammern der Tiefbausohle wurde nach der Stillegung des Bergwerkes Eichbaum ein Durchschlag hergestellt, der die zufließenden Wässer zu lösen hatte. Die Grube hat einen zur nächst höheren Grube führenden Blindschacht.

Die Grube hat auch heute noch einen recht starken Wasserzu- lauf."

Die Grube Schürzig war ursprünglich in Verbindung mit der Grube Eichbaum als Besucherbergwerk vorgesehen, erwies sich aber nach eingehender Untersuchung als zu unsicher. Das Projekt wurde daher in diesen Gruben fallengelassen.

Auf der Schürzig-Prass: einige Fahrloren aus dem Thüringer Bergbau; Schienen, Gleise, Lutten (Rohre für die künstliche Bewetterung (Belüftung) von Gruben mittels Lüftergebläse).



18. Margarethenbrunnen,
aus Schieferstein gemauert. Brunnenrückwand aus einem durch Schuß hereingewonnenen Schieferblock. Sprengloch mit dem konzentrischen Explosionstrichter sehr gut erkennbar. Die "sanfte" Sprengung mit Schwarzpulver soll den Schiefer lediglich aus dem Gefüge lösen ("schiebende" Wirkung), keinesfalls zerkleinern. Im unmittelbarem Explosionszentrum wird der Schiefer allerdings zertrümmert, wobei im Abriß dann meist der charakteristische Explosionstrichter und meist auch die "Bohrpfeife" sichtbar wird. Im Schieferstein ist sehr gut erkennbar die ehemalige sedimentäre Schichtung (helle Linien im Gestein) die nahezu senkrecht zur Schieferung stehen.