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Fell, Fastrau, Thomm
Schieferort Fell
Denkmalort Fell
Weinort Fell
Jüdischer Friedhof, Fell
Fastrau
Nachbarort Thomm
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Weinort Fell



















Das tief in den Devonschiefer eingeschnittene Tal der Mosel und ihrer Zuflüsse bildet nicht nur eine besonders abwechslungsreiche und reizvolle Landschaft, die Täler sind auch die Grundlage für den Feller Weinbau und den Bergbau. Die steilen sonnenexponierten Schieferhänge im Westen von Fell werden wohl seit der spätrömischen Zeit für den Weinbau genutzt, während die im östlichen Teil der Gemarkung von Fell liegenden Täler Ansatzpunkte boten für den Stollenbau auf Dachschiefer.

Der Feller Riesling
Die dünnen Schieferverwitterungsböden auf den sonnenexponierten Hängen bieten dem Feller Winzer ideale Standorte für hervorragende Weine. Insbesondere die Rebsorte Riesling gedeiht auf Schieferböden optimal. Der Riesling stellt hohe Ansprüche an Licht und Wärme. Die Feller Schieferböden sind warm, durchlässig, trocken, reflektieren das Sonnenlicht und beeinflussen das Bukett und den Weincharakter sehr positiv. Die (ca. 40 verschiedenen!) Mineralstoffe des Schiefers bilden zusammen mit dem Weinstock charakteristische Geschmackskomponenten. Man spricht von der sog. "Schiefergör"!

"Man schmeckt den Schiefer im Wein, man atmet den Schiefer in der Luft, man riecht den Schiefer nach flüchtigem Regen....... Der Wein macht nicht heiß. Er ist kühl und mundet. Er ist ohne Beschwer und Hinterhalt. Er macht sich nicht wichtig. Leicht, flüchtig, fein und hell - wie eine liebenswürdige Musik...", so charakterisiert der renommierte Weinkenner R.G. Binding schwärmerisch den auf Devonschiefer wachsenden Moselwein in all seiner Schönheit, Eleganz und Besonderheit. "Der Riesling ist die deutsche Rebsorte schlechthin. Inbegriff all dessen, was die Besonderheit des Weinbaus in diesem Lande ausmacht und Begründerin des legendären Rufes deutscher Weißweine.", so Binding.

Am besten schmeckt der Riesling 2- bis 5- jährig und älter. Die Riesling-Prädikatsweine gehören zum Besten, was die deutsche Weinrebe hervorzubringen vermag. Der Riesling ist kleinbeerig und spätreifend. Sein Wein ist von grüngelber bis goldener Farbe. Der Wein hat ein feines Säurespiel, von rassiger, angenehmer bis kräftiger Säure und ein hochfeines - an Pfirsich erinnerndes - überwältigendes Bukett.

Feller Weinkultur
Der Weinort Fell dürfte dem Weinbau im Feller Tal (lat. "val") seine Entstehung verdanken. Der Feller Wein gedeiht auf den Schieferverwitterungsböden sonniger Schieferberge zur Vollendung. Er wird von traditionsreichen Winzerfamilien sorgsam "gebaut" (gepflegt) und vielfach noch in temperaturstabilen Schieferkellern gelagert. Die Feller Winzer beherrschen seit Generationen die Kunst des Weinbaus auf den wertvollen heimischen Schieferböden! Bei den Feller Winzern erhalten Sie vorzügliche Weinspezialitäten zu günstigen Erzeugerpreisen und auf Wunsch eine qualifizierte Beratung in allen Fragen rund um die Weinkultur.

Feller Pfingstweintage- Tage der "offenen Weinkeller"
An den Feiertagen an Pfingsten lohnt sich ein Besuch in Fell ganz besonders. Die Feller Winzer feiern dann die "Feller Pfingstweintage" und verwandeln ihre Weingüter in gemütliche "Straußwirtschaften". Auf ihren geschmückten Winzergütern bieten Sie dann ihre Spezialitäten an: heimischen Wein, hochwertigen Winzersekt, edle Brände, fruchtige Liköre und diverse heimische Gerichte. Von nah und fern kommen dann die Freunde des Feller Weines zusammen, pilgern dann von einem Weingut zum andern, probieren, vergleichen, diskutieren und genießen die Besonderheit des Feller Weines. Ein Besuch auf dem Besucherbergwerk Fell ist an diesen Tagen ein ganz besonderes Erlebnis, wenn auch ein Besuch auf einem Feller Weingut dazugehört, denn das Motto der Gemeinde Fell lautet: Stein und Wein!


Wein schenkt Freu(n)de
Und Sie wissen ja: Wein mäßig genossen, bereichert die Sinne und fördert die Gesundheit. Wissenschaftliche Studien belegen: Moderater Weingenuß bessert den Allgemeinzustand und verlängert das Leben. Deshalb: Genießen Sie den "Feller Maximiner Burgberg" und andere Weine aus dem Wein- und Schieferort Fell! Mit einer Flasche Feller Wein oder Sekt machen Sie auch Ihren Freunden eine Freude! Am allerbesten schmeckt der Wein, wenn Sie in mit ihren Freunden zusammen genießen. Sie werden schnell den besonderen Charakter des Feller Weines schätzen lernen und sein Genuß wird Ihnen weinfrohe Stunden bereiten.

Die Energiebilanz im Weinberg
Der Weinstock ist ein lebendiger Organismus, der die Mineralstoffe des Bodens in den Reben zu Aromastoffen umwandelt und anreichert. Für diese Metamorphose braucht der Weinstock viel Energie. Die notwendige Energie bekommt der Weinstock durch Wärme und Strahlung!
  1. Sonnenstrahlen treffen direkt auf den Weinstock. Die Pflanze erhält Strahlungsenergie für die Photosynthese und für die Bildung von Aromastoffen.
  2. Die Sonnenstrahlen, die den Weinstock verfehlen, werden an den Schieferplättchen des Bodens reflektiert (diffuse Strahlung) und erreichen dadurch indirekt den Weinstock aus allen Richtungen in verschwenderischer Fülle.
  3. Tagsüber erwärmt sich der Schieferboden und heizt sich auf wie ein Kachelofen. Nachts geben die Schieferplättchen die Wärme wieder langsam ab (Wärmespeichereffekt). So bekommt der Weinstock noch bis spät in die Nacht hinein große Mengen an Wärmeenergie.
  4. Der Schiefer lässt das Regenwasser zwar leicht in die dünne Bodenschicht eindringen, schützt aber zugleich den Boden gegen vorzeitige Austrocknung (Die Schieferplättchen stören die Bodenkapillare und hemmen so die Verdunstung).