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Steinbrüche im Nosserntal
Die Steinbrüche "Thommerberg" und der "Vogelsberg" gehören zu den größten Schieferbrüchen der Region. Der Schiefer, der hier gebrochen wurde, wurde in erster Linie zu Bruchsteinen für den Haus- und Mauerbau (Weinbergsmauern) verwendet. Daneben findet man im Nosserntal auch noch fossile Dachschieferbrüche aus der Urzeit der Dachschiefergewinnung, als der (damals noch geringe) Bedarf an Dachschiefern aus Tagebauen befriedigt werden konnte.

Schon zur Römerzeit wurde in der Gegend stellenweise im Tagebau Schiefer abgebaut und zu Dachschieferplatten verarbeitet, wie eine nachgewiesene Schieferdeckung auf einem spätrömischen Tempel (2. Hälfte des 4. Jahrhunderts) auf dem Feller "Burgkopf" belegt.
Der Steinbruch Thommerberg
Der Schiefer im Thommerberg diente in der Endphase der Steinindustrie im Nosserntal für die Herstellung der "Thommer" Kellersteine. Ursprünglich war die Herstellung der Kellersteine eine reine Haldenverwertung: Der bei der Herstellung von Dachschiefern anfallenden dünnplattige Schieferschutt wurde in einer Prallmühle zu Splitt gemahlen und mit Zement gemischt zu Kellersteinen verarbeitet. Nach dem Abbau der Halden diente der Steinbruch Thommerberg als Schieferlieferant. Der Thommerberg wurde in zwei Abbaustufen ("Strossen") aufgefahren.
An den hereingewonnenen Blöcken kann man manchmal noch die Abbauspuren erkennen, wie hier die "Bohrlochpfeifen", die Enden der mit Presslufthämmern in den Schiefer getriebenen Bohrlöcher
Wie eine Zündschnur ragt hier im Abbaustoß ein vertrockneter Farn aus einem Bohrloch heraus.
Das dunkle schwarze Viereck in der Abbauwand ist eine Abbaukammer, die vom Steinbruch angeschnitten wurde. Wo heute der Steinbruch ist, war vorher der Tiefbau (Stollenbau) auf Dachschiefer. Das belegen auch die vielen Stollen rund um den Steinbruch Thommerberg.